DEKRA zeichnet die Stadt Lüdenscheid aus

Sieben Jahre ohne Verkehrstote

DEKRA
Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas (Mitte) freute sich über die Auszeichnung der DEKRA, deren Vorstandschef Stefan Kölbl (links) und Vorstandsmitglied Clemens Klinke gratulierten. Foto: DEKRA

Die Stadt Lüdenscheid ist am Mittwochabend, 6. November, in Brüssel mit dem „DEKRA Vision Zero Award“ ausgezeichnet worden. Die Verkehrssicherheitsexperten würdigten damit die Tatsache, dass die Bergstadt in sieben aufeinanderfolgenden Jahren von 2012 bis 2018 innerorts keinen einzigen Verkehrstoten zu verzeichnen hatte.

Die international führende Sachverständigenorganisation vergab den Preis bei ihrem Jahresempfang in der belgischen Hauptstadt zum vierten Mal. DEKRA-Vorstandschef Stefan Kölbl überreichte Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas die Auszeichnung.

DEKRA-Experten werten für die interaktive Weltkarte, die online unter www.dekra-vision-zero.com zu finden ist, die jeweils neuesten verfügbaren Unfallstatistiken aus. Für viele Länder Europas, die USA und Japan sowie jetzt auch für Kanada, Mexiko und Australien verzeichnet die Karte diejenigen Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern, die seit 2009 in mindestens einem Jahr das Ziel von null Verkehrstoten erreicht haben. Lüdenscheid hat rund 74.000 Einwohner.

Dzewas: "Erfolg von von Rat, Verwaltung und bürgerschaftlichem Engagement"

„Ich freue mich sehr, dass auf diese Weise unsere Bemühungen gewürdigt werden, für ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit zu sorgen – insbesondere für die sogenannten schwächsten Verkehrsteilnehmer, die Fußgänger und Kinder. Die Auszeichnung ist ein schöner Erfolg für die Stadt Lüdenscheid, der durch die gute Zusammenarbeit von Rat, Verwaltung und bürgerschaftlichem Engagement – hierbei ist vor allem die Verkehrswacht zu nennen – möglich wurde“, sagte Dieter Dzewas, nachdem er den Preis entgegengenommen hatte.

„Dass die ,Vision Zero? keine Utopie ist, beweisen nicht nur unsere Preisträger, sondern auch viele andere Städte weltweit immer wieder“, erklärte Stefan Kölbl. „Natürlich ist das Ziel von null Verkehrstoten insgesamt noch längst nicht Realität. Doch unsere Daten zeigen, dass mindestens 1100 Städte dieses Ziel in ihrem Verantwortungsbereich schon teilweise erreicht haben. Es bleibt aber dabei: Jeder Verkehrstote ist einer zu viel.“

DEKRA fordert weitere Anstrengungen

Daher forderte der DEKRA-Vorstandschef, dass weitere Anstrengungen unternommen werden müssten, damit Todesopfer im Straßenverkehr in immer mehr Städten und auch außerhalb der urbanen Lebensräume generell ausbleiben.

Die DEKRA wurde 1925 in Berlin als Deutscher Kraftfahrzeugs-Überwachungs-Verein gegründet. Inzwischen handelt es sich um eine weltweit führende Experten-Organisation für Sicherheit im Verkehr, bei der Arbeit und zu Hause. Zu den Dienstleistungen der DEKRA zählen unter anderem Fahrzeugüberprüfungen, Gutachten zur Schadensregulierung, Industrie- und Bauprüfungen und Zertifizierungen von Produkten.

Lüdenscheid, 07.11.2019