Klaus Kaiser und Dieter Dzewas

Am Freitag, 5. Juli 2019, durfte sich eine weitere bedeutende Persönlichkeit in das Goldene Buch der Stadt Lüdenscheid eintragen. Klaus Kaiser, der parlamentarische Staatssekretär des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen besuchte die Stadt, um die „Ge-Denk-Zellen“, eine Mahn-, Gedenk- und Dokumentationsstätte in den ehemaligen Arrestzellen des Alten Rathauses in Lüdenscheid zu besichtigen.

In Nordrhein-Westfalen existieren 28 NS-Gedenkstätten, die an die Gräueltaten während des Nationalsozialismus erinnern. Kaiser besucht sie alle, um sich einen Eindruck von den Orten zu machen, die eine Erinnerung wahren, die niemals vergessen werden darf. Denn auch wenn die Zeitzeugen langsam aussterben würden, müsse die Vergangenheit weitergegeben werden, meinte Kaiser bei seinem Besuch. Besonders in den Zeiten von zunehmendem Antisemitismus müssten Jugendliche dazu aufgerufen werden, solche Gedenkstätte zu besuchen.
In Lüdenscheid findet die Gedenkstätte in zwei Haftzellen des früheren Polizeigefängnisses Platz. Hier finden sich Fotos von jüdischen Bewohnern und ihre Geschichte – entweder von ihrer Flucht oder ihrer Überlieferung in ein Konzentrationslager. Die Gedenkstätte wird vom Verein „Ge-Denk-Zellen Altes Rathaus Lüdenscheid e.V.“ betrieben.
Bürgermeister Dieter Dzewas bezeichnete das politische Engagement von Kaiser in diesem Bereich als sehr bedeutungsvoll. So war es auch ein Zeichen der „Rückenstärkung“, dass Kaiser sich in Goldene Buch der Stadt Lüdenscheid eintrug.

Lüdenscheid, 09.07.2019