Stadt Lüdenscheid beendet Stadtturm-Verhandlungen

Einstimmige Absage an Investoren

Diesen Entwurf für den Stadtturm-Komplex an der Wilhelmstraße in der Lüdenscheider Innenstadt haben die Investoren vorgelegt. Fotomontage: © Fleper Architekten

Die Stadt Lüdenscheid verzichtet darauf, Flächen im geplanten Stadtturm Wilhelmstraße anzumieten oder anzukaufen. Die Verhandlungen mit den Investoren, die das Büro Rothmann Immobilien vertritt, werden beendet. Das hat der Hauptausschuss am Montag, 24. Juni, in nicht-öffentlicher Sitzung einstimmig beschlossen.

„Die Stadt Lüdenscheid hat die Bemühungen der Investoren und des Büros Rothmann Immobilien einstimmig begrüßt und auch ihre Unterstützung bei der Entwicklung des Projekts signalisiert. Allerdings fand sich in der Politik keine breite Mehrheit für die geforderte städtische Beteiligung an dem Vorhaben“, sagt Bürgermeister Dieter Dzewas.

Anmietung und Ankauf wirtschaftlich nicht darstellbar

Die Investoren hatten der Stadt zuletzt einen Vorschlag über eine Mietlaufzeit von 25 Jahren unterbreitet. Darauf wollten sich die Mitglieder des Hauptausschusses allerdings nicht einlassen. „Damit würden wir uns vertraglich über mehrere Jahre und auch Legislaturperioden binden. Das würde eine erhebliche finanzielle Belastung über einen sehr langen Zeitraum bedeuten“, so Dzewas weiter. Auch ein Ankauf von Flächen in dem Gebäude komme aus wirtschaftlichen Gründen nicht infrage.

Die Stadt Lüdenscheid prüft nun andere Optionen, um den zusätzlichen Raumbedarf der Verwaltung zu decken. Auch dafür votierte der Hauptausschuss einstimmig.

Für den Bau des Stadtturms soll der leerstehende P&C-Komplex an der Wilhelmstraße abgerissen werden. Der Neubau, der rund 44 Meter hoch werden soll, soll als Wohn- und Geschäftshaus genutzt werden. Eine Gruppe von Investoren will das Projekt realisieren und das Gebäude vermarkten.

Lüdenscheid, 25.06.2019