Ausstellung über die Geschwister Scholl

Staberg-Schüler dokumentieren Geschichte der "Weißen Rose"

Ausstellung im Bürgerforum des Rathauses Lüdenscheid
Im Bürgerforum des Rathauses Lüdenscheid ist die Ausstellung zu sehen, die sich mit der "Weißen Rose" und den Geschwistern Scholl beschäftigt. Foto: Prillwitz

Mut, Zivilcourage und Opferbereitschaft: Mit diesen Attributen lässt sich das Wirken der Geschwister Hans und Sophie Scholl sowie weiterer Mitglieder der „Weißen Rose“ beschreiben. Die Geschichte der studentischen Widerstandsgruppierung in der Nazi-Zeit ist Thema einer großen Ausstellung, die ab Montag, 20. Mai, für mehrere Wochen im Bürgerforum des Rathauses zu sehen ist.

Zahlreiche Fotos und Texte, aber auch einige Audio-Dateien dokumentieren die Entstehung und die Aktionen der „Weißen Rose“ bis hin zu den Gerichtsverfahren und Todesstrafen, die gegen einige Mitglieder verhängt wurden. Die Ausstellung thematisiert darüber hinaus die Machtergreifung und Diktatur der Nationalsozialisten in Deutschland sowie den Zweiten Weltkrieg. Wie es in Lüdenscheid während des NSDAP-Regimes zuging, wird ebenfalls gezeigt.

Ausstellung ist bis zum 14. Juni zu sehen

13 Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl- und des Zeppelin-Gymnasiums gestalteten die Ausstellung im Schuljahr 2017/18. Peter Stangier, Geschichtslehrer am Geschwister-Scholl-Gymnasium, leitete den „Projektkurs Geschichte“ für die damaligen Elftklässler. Hintergrund der Aktion war der 75. Jahrestag der Hinrichtung der Geschwister Scholl. Erstmals zu sehen war die umfangreiche Ausstellung im November 2018 in der Stadtbücherei anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnnacht.

Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas eröffnet die Ausstellung am kommenden Montag um 14 Uhr mit einem Grußwort. Die zahlreichen Stellwände und Schautafeln können bis einschließlich Freitag, 14. Juni, im Bürgerforum zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.

Lüdenscheid, 14.05.2019