Stadt Lüdenscheid sucht Schöffen

v.l. Martina von Schaewen und Thomas Ruschin freuen sich auf viele Bewerber um das Schöffenamt.  Foto: Marit Schulte

2018 werden bundesweit die Schöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt. Das Schöffenamt ist ein anspruchsvolles und verantwortungsvolles Ehrenamt, dass aber auch die Möglichkeit bietet soziales Engagement zu leisten und sich aktiv an Strafverfahren zu beteiligen. Alle fünf Jahre können sich Lüdenscheider und Lüdenscheiderinnen für diese ehrenamtliche Richtertätigkeit bewerben.

„Die Stadt sucht dazu mindestens 98 Frauen und Männer, die am Amtsgericht Lüdenscheid und Landgericht Hagen als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen“, so Martina von Schaewen, Leiterin des Fachdienstes Recht, Öffentliche Sicherheit und Ordnung.Bewerberinnen und Bewerber müssen die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, die deutsche Sprache ausreichend beherrschen und in Lüdenscheid wohnen, außerdem zu Beginn der Amtszeit zwischen 25 und 69 Jahre alt, nicht vorbestraft und beruflich nicht mit der Justiz verbunden sein.

Es werden keine besonderen Anforderungen im Sinne von besonderer fachlicher oder beruflicher Erfahrung an Bewerberinnen und Bewerber gestellt. „Die Schöffen sollen auch zur Erdung der Gerichtsfindung beitragen“, sagt Thomas Ruschin, Fachbereichsleiter Bürgerservice / Soziale Hilfen. Dennoch sollten zukünftige Schöffen unvoreingenommene Personen mit Lebenserfahrung sein, die soziale Kompetenz und Menschenkenntnis mitbringen. Weitere Eigenschaften, wie Vorurteilsfreiheit, Objektivität und Kommunikations- und Dialogfähigkeit sind wünschenswert. Es ist wichtig, dass Schöffen ihre Rolle im Strafverfahren kennen und in der Beratung mit den Berufsrichtern ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten können. Auf der anderen Seite müssen sie sich aber auch von besseren Argumenten überzeugen lassen.

Außerdem erfordert das Schöffenamt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, da ein Schöffe in das Leben anderer Menschen eingreift und über diese richtet.  Schöffen in Jugendstrafsachen sollten zudem über besondere Erfahrung in der Jugenderziehung verfügen.

Interessenten können sich für das Schöffenamt in Erwachsenenstrafsachen bis zum 31. März 2018 beim Fachdienst Recht und Sozialversicherung der Stadt Lüdenscheid, Rathausplatz 2, bewerben. Bei Fragen zur Schöffenwahl oder zu Formularen steht dort auch Anke Sturm unter der Rufnummer 02351 / 171561 als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Bewerbungsformulare können außerdem von der Internetseite www.schoeffenwahl.de unter Interessenten / Bewerbungsformulare heruntergeladen werden.

Lüdenscheid, 07.03.2018