Foto mit Bevölkerungssymbol

Die aktuelle Bevölkerungsentwicklung Lüdenscheids wird von verschiedenen Faktoren geprägt. Die möglichst aktuelle Beobachtung ist erforderlich, da sich die Ausprägung der Faktoren permanent ändert und immer auch kurzfristig neue Trends möglich sind.

 

 

Unterschiedliche Aussagen zum Bevölkerungsstand

An dieser Stelle muss zunächst darauf hingewiesen werden, dass es zu der Anzahl der  Menschen mit Hauptwohnsitz in Lüdenscheid zwei abweichende Aussagen gibt! Diese beruhen auf unterschiedlichen Datengrundlagen. Eine Datenquelle ist das Meldewesens der Stadt, nach dem zum 31.12.2013 74.444 Menschen in Lüdenscheid gewohnt haben. Die andere Quelle resultiert auf der Fortschreibung der Ergebnisse aus dem umstrittenen Zensus 2011. Demnach weist IT.NRW als Landesdatenbehörde zum 31.12.2013 eine Einwohnerzahl von 72.000 aus.

Diese Situation mit unterschiedlichen Aussagen ist zwar wenig befriedigend, kann aber derzeit nicht aufgelöst werden. Grundsätzlich vertraut die Stabsstelle Demografie und Sozialplanung den aktuellen Datenbestand des Meldewesens der Stadt Lüdenscheid, als solide nachvollziehbare Datenbasis. Insbesondere auch als Analysegrundlage zur Entwicklung von Stadtbezirken und Quartieren.

Trends der Bevölkerungsentwicklung

Die nachfolgende Grafik zeigt die Bevölkerungsentwicklung Lüdenscheids seit 1980, als der Bestand der Bevölkerung auf etwa gleichem Niveau wie derzeit stand. Im Jahr 1980 war natürlich noch eine viel „jüngere“ Altersstruktur gegeben. Zwar wirkten bereits Alterungstendenzen, diese wurden dann aber von enormen Zuwanderungsgewinnen bis 1996 überlagert. Nach 1996 erfolgte dann ein kontinuierlicher Rückgang der Bevölkerung, der besonders ab 2002 noch einmal deutlich an Dynamik gewann.

Von 2002 bis 2009 waren die Faktoren der natürlichen Entwicklung (Geburten / Sterbefälle) und die Wanderung (Zuzüge / Wegzüge) im Saldo deutlich negativ ausgerichtet. Bei hohem Abwanderungsniveau blieben Zuzüge aus und die rückläufigen Geburten konnten die steigenden Sterbefälle nicht ausgleichen.

Ab 2010 bis 2014 war das Wanderungssaldo ausgeglichener und der Bevölkerungsrückgang schwächte sich ab. Zuzüge und Wegzug waren nahezu auf gleichem Niveau. Die Grafik unten zeigt beispielhaft die räumliche Struktur der Wanderungsverflechtungen für 2015.

Das Jahr 2014 ist laut Melderegister seit 1996 das erste Jahr mit  - wenn auch gering ausgeprägtem -  Bevölkerungszuwachs. Die Wanderungsgewinne haben 2014 die weiterhin hohen Sterbezahlen mehr als auszugleichen vermocht. Auch eine höhere Geburtenzahl ab 2013 hat ihren Beitrag zur Stabilisierung der Bevölkerungszahl geleistet. Im Jahr 2015 hielten diese Trends an, wobei nun auch erhebliche Flüchtlingszuzüge zu verzeichnen waren. Aktuelle Informationen zum Flüchtlingszuzug finden Sie unter Flüchtlingssituation in Lüdenscheid. Bereits im Jahr 2016 hatte sich der Flüchtlingszuzug jedoch schon wieder wesentlich verringert. Im Resultat ergab sich für 2016 eine relativ stabile Bevölkerungszahl. Für 2017 ist allerdings ein merklicher Rückgang zu verzeichnen, der sich aus rückläufiger Zuwanderung und Geburtenzahl begründet.

 

Bevölkerungsentwicklung ab 1980

Bevölkerungsentwicklung ab 1980

Pendlergrafik

Aufgrund der regionalen Bedeutung als Arbeitsplatzstandort ist laut Pendlerrechnung von iT.NRW die Zahl der beruflichen Einpendler wesentlich höher, als die Zahl der Auspendler. Für 2015 betrug der Überschuss 9.855 Personen.

Berufspendlerstruktur
Leider gibt es noch keine aktuellen Zahlen von IT.NRW. Stand 09.02.2018

Wanderungsgrafik

Für das Jahr 2015 weist die IT.NRW Statistik für Lüdenscheid ein Wanderungssoldo von 652 Personen auf.

Wanderungsstruktur
Leider gibt es noch keine aktuellen Zahlen von IT.NRW. Stand 09.02.2018

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Berufspendlerstruktur 2015
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