Internationales Forum für Lichtkunst und Lichtdesign

Licht Routen 2013 - Hartung und Trenz

Bereits sieben Mal fand das Lichtkunstfestival LichtRouten in Lüdenscheid statt. Seit der Premiere im Jahr 2003 hat es sich zu einer renommierten Veranstaltung entwickelt, die jedes Mal zehntausende Gäste anlockt.

Die letzten LichtRouten fanden im Jahr 2013 statt und verwandelten die Innenstadt von Lüdenscheid unter dem Titel "Die Kunst der Projektion" in eine Bühne für Lichtkunst. Insgesamt 20 großformatige Installationen und Interventionen gab es zu sehen. Unter der künstlerischen Leitung der Kuratoren Bettina Pelz und Tom Groll zeigten internationale Künstlerinnen und Künstleraus Europa, Lateinamerika und den USA, wie vielfältig Kunstlicht als künstlerisches Material ist. Der Ausstellungsparcours erstreckte sich von der Innenstadt bis in das neue Bahnhofsquartier der "Denkfabrik".

LichtRouten im Überblick

LichtRouten 2003 - Helga Griffith
LichtRouten 2003 - Helga Griffith

Wechselnde thematische Schwerpunkte ermöglichen es Künstlern und Gästen, den Stadt(innen)raum aus immer anderen Perspektiven wahrzunehmen:

2002 gab es geschwärzte Baucontainer, die als Fremdkörper, die Wahrnehmungs- und Bewegungsroutinen störten.

2003 waren es Unorte und versteckte Orte, Leerstände in der Stadt, die aus der Wahrnehmung gestrichen worden waren, u.a. zwei verwaiste Privathäuser, das alte Stadtgefängnis und ein vergessener Bunker.

2004 sind es "LichtBiotope" gewesen, die das Erscheinungsbild Lüdenscheids vom 17.9. bis zum 3.10. verändert haben.

In 2006 haben die LichtRouten zwischen dem 22.9. und 1.10. eine "Architektur der Erinnerung" wach gerufen. 

2010 präsentierten die LichtRouten zwischen dem 24.9. und 3.10. "Wunderkammern" und referierten mit den Installationsorten auf die Zeit der Industrialisierung im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, dessen Architektur das Stadtgesicht Lüdenscheids entscheidend prägte.

2013 zeigten die LichtRouten die historische Entwicklung der Lichtkunst. Vom 27.09. bis 6.10. 2013 hieß es "Von 1922 bis heute  – Die Kunst der Projektion". Von Künstlern wie László Moholy-Nagy und Nicolas Schöffer, die zu den Pionieren der künstlerischen Auseinandersetzung mit Kunstlicht gehören bis zu zeitgenössischen Positionen wie Amy Youngs oder Refik Anadol stammten die Arbeiten, die von kleinen Projektionsbildern einzelner Glühlampenüber Fotografie und Film bis zu digital animierten und reaktiven Architekturprojektionen reichten.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der LichtRouten