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Geschichtsmuseum der Stadt Lüdenscheid

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Ab Januar 2015 öffnen die Museen der Stadt Lüdenscheid wieder in der Zeit von Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 11 bis 18 Uhr.

Ausstellung Wever

In den Lüdenscheider Nachrichten erschien am 31. Dezember 1960 anlässlich des 70. Geburtstages  von Heinz Wever (1890-1966) eine Würdigung. Im Untertitel wurde er als „Künder der Heimat“ bezeichnet, letztlich – ob gewollt oder nicht – auf das Format eines provinziellen Heimatkünstlers reduziert.

Wever war aber nach Aufnahme des Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie 1911 – dann zerrissen von zwei Weltkriegen – im Jahr 1960 bereits nahezu 50 Jahre als freischaffender Kunstmaler und Gebrauchsgrafiker mit der Spezialisierung auf Illustration, Propaganda und Porträt tätig gewesen. Ein Vierteljahrhundert hatte er am Rhein, in New York und Berlin gelebt und gearbeitet, nicht aber als Heimatkünstler in Herscheid. Diese Feststellung ist 50 Jahre nach seinem Tode 1966 mehr als Anlass genug, der Biografie und dem Gesamtwerk nachzuspüren.

Ausstellung und Begleitband präsentieren einen neuen, einen anderen Wever. Er war, wie sein Blick auf dem Ausstellungsplakat es nahe legt, ein genauer Beobachter von Menschen, Industrie und politischen Verhältnissen in Deutschland, Europa, Afrika, den USA und Südwestfalen im Wandel der Jahrzehnte. Es war der tiefgreifende Wandel der politischen Systeme in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der seinen Lebensweg prägen und wiederholt verändern sollte.

Präsentiert in der Städtischen Galerie und im Geschichtsmuseum bzw. aufgearbeitet in dem reichhaltig bebilderten Begleitband zur Ausstellung werden

  • das Frühwerk, das der junge Student in den 1910er Jahren in Düsseldorf als
    Meisterschüler Eduard von Gebhardts im Umfeld und unter dem Einfluss der sich damals im Aufbruch befindlichen zeitgenössischen Moderne schuf

  • seine Beiträge zu der Großen Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen (GeSoLei) 1926 in Düsseldorf, einer von Millionen besuchten demokratischen Leistungsschau, bei der seine Begabung als zuspitzender Illustrator und Porträtist deutlich hervortrat

  • seine Reisegrafik und Beispiele seines Werkes während des USA-Aufenthaltes

  • die Berliner Jahre 1930 bis 1936, in denen der ehemalige Weltkriegsteilnehmer als Gebrauchsgrafiker für Zeitschriften tätig wurde und Plakatentwürfe für den Stahlhelm. Bund der Frontsoldaten, später für das Reichsluftfahrtministerium schuf

  • der geniale Netzwerker, der sich nach seiner Rückkehr 1936 ins Sauerland durch seine Mitgliedschaft in der Lüdenscheider Hotop-Riege, einem exklusiven Männerfreundeskreis, beste Verbindungen erschloss

  • der Chronist vergangener südwestfälisch-märkischer Industriekultur. Er schuf im Auftrag zahlreicher Industriebetriebe mehrere Hunderte Aquarelle von Angestellten, Arbeiterinnen und Arbeitern an deren Arbeitsplätzen. Der Höhepunkt seines diesbezüglichen Werkes fällt zusammen mit der Durchsetzung der Sozialen Marktwirtschaft und der besonderen Wertschätzung der Arbeitnehmer in der frühen BRD. Im Nachhinein ist durch den Umfang und die Qualität dieser Werkgruppe ein einzigartiges Dokument ehemaliger regionaler Industriekultur entstanden.

Nächste Veranstaltungen

Öffentliche Führungen

Jeden Sonntag sind Sie um 15.00 Uhr herzlich eingeladen, in den Räumen der Städtischen Galerie und des Geschichtsmuseums an den öffentlichen Führungen durch die Ausstellung teil zu nehmen. Da im Vorfeld der Produktion ein interdisziplinärer Zugang gewählt wurde, eröffnen sich bei den Führungen thematische Varianten.

 

Abendveranstaltungen –

Vortrag oder thematische Sonderführung

 

21. August 2016, 18.00 Uhr

Ute Bales, Freiburg

Lesung aus dem Roman „Großes Ey“ – die Lebensgeschichte der legendären Kunstförderin Johanna Ey

Als Johanna Ey 1907 in unmittelbarer Nähe der Düsseldorfer Kunstakademie eine Kaffeestube eröffnet, ahnt sie nicht, welche Bedeutung sie für die rheinischen Künstler einmal haben sollte. Der Laden wird schnell zum Treffpunkt der Studenten. Kaffee und Brötchen sind billig. Wer kein Geld hat, darf anschreiben lassen. Heinz Wever, Kunststudent aus Herscheid, ist der erste, der ihr, als er nicht zahlen kann, einen Tausch anbietet: Bilder gegen Essen. Johanna ist einverstanden …

  

28. August und 4. September 2016, jeweils 18.00 Uhr

Dr. Eckhard Trox

Heinz Wever – Heimatkünstler oder politischer Künstler?

Wever galt 1960 als "Künder der Heimat" und war damals vermutlich auch nach eigenem Selbstverständnis "Heimatkünstler". Dieser Begriff enthält eine Dimension des Unpolitischen. Im Gegensatz dazu stehen seine Arbeiten aus den 1920er und 1930er Jahren, denen etwas bekenntnishaft Politisches innewohnt. Wie verhält sich das zueinander? Was bedeutet Politik bei diesem Künstler? Lässt sich durch eine werkbezogene Interpretation eine differenzierte Position beschreiben, obwohl schriftliche Zeugnisse weitestgehend fehlen?

  

18. September 2016, 18.00 Uhr

Dr. Sibylle Ehringhaus, Berlin

Heinz Wever und die anderen: Künstler in Berlin um 1933

Seit drei Jahren lebte Wever in Berlin, als Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt und damit das Ende der Weimarer Republik besiegelt wurde. Nach dem Amerikaaufenthalt hatte er sich in der Reichshauptstadt in Zeitschriften und auf Litfaßsäulen als Grafiker publik gemacht. Erfolgreich etablierte er sich danach durch Heirat und Wohnung im feinen Berliner Westen, nahe der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.?Wen mag er da getroffen haben? Wie erging es Künstlern am selben Ort zur selben Zeit?

  • Wechsel- und Sonderausstellungen zur Stadt- und Regionalgeschichte 
  • Lüdenscheider Produkte, u.a. Knöpfe, Abzeichen, Orden
  • Luftschifffahrt, Brandschutz, Eisenbahnzug
  • historische Landkarten
  • Wissenschaftliche Publikationen zum Bestand, zur Stadt- und Regionalgeschichte
  • Museumscafé

Ständig wechselnde Ausstellungen wie

sowie Veranstaltungen und gesellschaftliche Events haben die Museen der Stadt seit der Eröffnung 1988 zu einem historisch-kulturellen Zentrum in Südwestfalen werden lassen.

Spezialsammlungen vermitteln dem Besucher einen umfassenden Eindruck der kulturellen und industriellen Entwicklung der Stadt Lüdenscheid und deren Umland.

Herausragende Objekte zur Industrie- und Technikgeschichte sind ein restaurierter Eisenbahnzug, ein Dampfstromerzeuger, Luftschiffmodelle und Geräte des organisierten Brandschutzes.

Lüdenscheid galt im 19. Jahrhundert als Knopfstadt.

Eine eindrucksvolle Knopfsammlung informiert über die Geschichte des Modeknopfes von der Bronzezeit bis in die Gegenwart.

Eine bedeutende Sammlung historischer Landkarten, vornehmlich aus der Grafschaft Mark, befindet sich ebenfalls im Besitz des Museums.

Ständig wechselnde Ausstellungen zur Geschichte Preußens im südlichen Westfalen, zur Stadt- und Regionalgeschichte, zur Kulturgeschichte sowie zur Bildenden Kunst erhöhen die Attraktivität der Museen.

Das Museums-Café lädt zum Verweilen während des Besuches ein.
Der Eintritt in die Dauerausstellung ist frei. Führungen nach Vereinbarung; Tastführungen für sehbehinderte und blinde Menschen nach vorheriger rechtzeitiger Anfrage. 

So erreichen Sie uns:

Geschichtsmuseum
Sauerfelder Str. 14-20
58511 Lüdenscheid
Tel.: 0 23 51/17-14 96
Fax: 0 23 51/17-17 09
E-Mail: museen@luedenscheid.de

Öffnungszeiten:

Mittwoch - Sonntag 11.00 - 18.00 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen

Öffnungszeiten Museumscafé:

Mittwoch - Freitag : 13.00 - 18.00 Uhr
Samstag und Sonntag : 12.00 - 18.00 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen

Schmiedemuseum Bremecker Hammer

  • Technisches Kulturdenkmal
  • Schmiedehandwerk (Handschmiede, Schwanzhammer und Fallhammer)
  • Schleiferei, Feilenhauerei
  • Dokumentation über die eisengeschichtliche Entwicklung im Raum Lüdenscheid
  • "Schmiedetage" mit Betrieb der technischen Anlagen, zweimal jährlich

Die Geschichte des Bremecker Hammers geht bis in das Jahr 1753 zurück. In dem gemeinsam von den Stahlwerken Plate, dem Förderverein Bremecker Hammer und der Stadt Lüdenscheid ausgebauten eisengeschichtlichen Museum wird das Schmiedehandwerk im wesentlichen in den Abt. Handschmiede, Schwanzhammer und Fallhammer dargestellt. Eine Schleiferei, eine Feilenhauerei sowie eine Dokumentation über die eisengeschichtliche Entwicklung im Raum Lüdenscheid runden das Programm ab.

Besuchenswert sind vor allen Dingen die Schmiedetage. Bei diesen Veranstaltungen sind alle technischen Anlagen in Betrieb. Die Schmiedetage werden zweimal jährlich veranstaltet; Termine auf Anfrage. Der Eintritt ist frei. Schulklassen sollten sich bitte vorher anmelden.

So erreichen Sie uns:

Schmiedemuseum Bremecker Hammer
Brüninghauser Str. 95
58513 Lüdenscheid
Tel.: 0 23 51/4 24 00

Das Schmiedemuseum Bremecker Hammer ist wegen notwendiger Sanierungsmaßnahmen bis auf Weiteres geschlossen.

Wir hoffen, Sie bald wieder begrüßen zu können.

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