Amtspflegschaften (Teilvertretung für minderjährige Kinder durch gerichtliche Bestellung)

Ein Amtspfleger vom Jugendamt kann die rechtlichen Interessen eines Kindes vertreten.

Für ein minderjähriges Kind kann eine bestellte Pflegschaft eingerichtet werden. Dies geschieht durch einen Antrag an das Familiengericht (Amtsgericht).

Sie ist dann erforderlich, wenn die Sorgeberechtigten (Eltern) aus verschiedenen Gründen – z.B. durch Interessenkollision- ein Kind nicht vertreten können.
Beispiele sind Ehelichkeitsanfechtungen, Erbangelegenheiten, Aufenthaltsbestimmungsrecht und Vermögensangelegenheiten.

Der Amtspfleger vertritt dann die Interessen des Kindes in dem vom Amtsgericht festgelegten Aufgabenbereich.

Rechtsgrundlagen

  • Bürgerliches Gesetzbuch, Sozialgesetzbuch VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz/KJHG)

Zuständige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Dirk Brombach