Gleichstellungsbeauftragte informiert sich über Ziele der neuen Landesregierung

Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft mit NRW-Ministerin Ina Scharrenbach

Treffen der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Dortmund. Foto: Stadt Dortmund, Gaye Suse Kromer

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten hatte jetzt alle kommunalen Gleichstellungsbeauftragten zu einem Treffen nach Dortmund eingeladen. Renate Mengedodt, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lüdenscheid, folgte dieser Einladung, um herauszufinden, welche Zielsetzungen die neue Landesregierung hat und wie sich dies auf Lüdenscheid auswirkt.

Ina Scharrenbach ist Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie habe sich bewusst für den Zuschnitt dieses Ministeriums entschieden, da ihr genau hier die Möglichkeit gegeben werde, die Belange von Frauen  zu berücksichtigen.

Wenn künftig Fördergelder für Bauvorhaben beantragt würden, werde das Ministerium darauf achten, dass Sicherheitsaspekte genauso berücksichtigt würden wie die Bedürfnisse von Familien. „Bisher hatte ich mich über den Zuschnitt des Ministeriums gewundert, nachdem ich jedoch Frau Scharrenbach gehört habe, betrachte ich es sogar als Chance –  insbesondere auch für Lüdenscheid, wenn ich an die vielen Veränderungen und Baumaßnahmen in der Stadt denke“, so Renate Mengedodt.

Ministerin Scharrenbach sprach in ihrer Rede unter anderem über das Vorhaben der Landesregierung, die Frauenerwerbsquote zu erhöhen, damit Frauen im Alter eine eigenständige Existenzsicherung aufbauen und sichern können. Die notwendige Einrichtung einer landesweiten Koordinierungsstelle für häusliche Gewalt und ein Landesaktionsplan Gewalt gegen Männer und Jungen sind ebenfalls Zielvorstellungen der Ministerin.

Schwerpunkthema der Versammlung war ein Bericht zum Thema „Gender Budgeting – und die faire Verteilung von kommunalen Geldern“ aus Münster, der deutlich aufzeigt, wie erfolgreich und gleichzeitig schwierig die geschlechtergerechte Gestaltung kommunaler Aufgaben und Budgets sein kann.

Die Tagung endete mit der Forderung der Gleichstellungsbeauftragten nach einer Gleichstellungspolitik auf Landesebene, die die unterschiedlichen Bedarfe aller Frauen und Mädchen in Nordrhein-Westfalen im Blick hält und für die Verbesserung ihrer Lebenssituationen sorgt.

Lüdenscheid, 18.10.2017

Seite der Gleichstellungsstelle