Global Brainstorming: Kunstaktion mit Hermann Josef Hack und Andreas Pohlmann

Start mit Ausstellung in der Städtischen Galerie

Global Brainstorming

Der Titel ist eine Ansage. „Global Brainstorming: Lima, Lyon, Lüdenscheid“ – so heißt das Kunstprojekt von Hermann Josef Hack und Andreas Pohlmann. Auf Initiative des örtlichen Lions Club Medardus wurden die beiden Künstler angefragt, mit ihrer Arbeit einen Beitrag zu dessen Jahresmotto „Werte und Wandel“ zu liefern. In Kooperation mit der Städtischen Galerie und den Kunstfreunden Lüdenscheid e.V. (KFL) beginnt am Donnerstag, 23. März 2017, eine mehrwöchige Ausstellung mit gleichzeitigen Aktionen in der Stadt und abschließendem Künstlergespräch in der Städtischen Galerie. Die Künstler selbst erläutern ihr Projekt am Eröffnungsabend ab 19 Uhr in der Städtischen Galerie.

Die Eröffnung ist auch der Auftakt für das zu entstehende Zukunftsdenkmal – eine interaktive Kunst-Aktion – das an diesem Abend vor dem Eingang der Städtischen Galerie erstmals installiert wird.  Am 25. März haben die Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider dann Gelegenheit, sich auf dem Sternplatz an der weiteren Gestaltung in Form von Zetteln, gebauten Figuren oder Zukunftsszenarien, Plänen, Blumen, Kerzen und anderen Gegenständen, die an einer Zaunkonstruktion befestigt werden, zu beteiligen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wobei natürlich menschenverachtende oder verletzende Beiträge nicht zugelassen sind.

Hier entsteht ein Raum zur Darstellung für ihre Visionen und Anregungen im Kontext globaler Veränderungen: „Hier geht es um die Fragen, was soll so bleiben, was darf nicht untergehen, und: was kann ich persönlich ändern, wie kann ich in meinem Einflussbereich den Wandel gestalten,“ beschreibt Pohlmann den Sinn des Zukunftsdenkmals, „während andere Denkmäler uns zurückblicken lassen und an Vergangenes erinnern, wollen wir gemeinsam unsere Möglichkeiten für die Zukunft entdecken, also nach vorne schauen.

„Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, wie wir täglich feststellen müssen. Noch nie hatte der Wandel eine so große, existentielle Bedeutung wie heute, wo wir von weltweiten Auswirkungen wie dem Klimawandel und seinen Folgen überall betroffen sind, sei es unmittelbar durch Unwetter oder mittelbar durch die Aufnahme von Geflüchteten“, so Hack, „daher müssen wir die Energie und Phantasie aller aufbringen, um Lösungen für die Gestaltung des Wandels hervorzubringen. Die Kunst kann hier wertvolle Impulse geben und in ihrer Übersprachlichkeit helfen zu kommunizieren, was man ändern oder behalten sollte.“

Das Projekt wird fotografisch dokumentiert, und nach Ablauf wird ein Foto von der Installation erhältlich sein. Alle Ideen und Wünsche, Vorschläge und Visionen werden der Stadt Lüdenscheid zur Verfügung gestellt.

Lüdenscheid, 20.03.2017