Öffentliche Führung in der Städtischen Galerie Lüdenscheid am 17. Januar

Das Verständnis für Kindheit als einer Lebensphase, die eine eigene Wertschätzung und besonderen Schutz erfahren sollte, war nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Was bedeutete 'Kind sein' vor 300 Jahren und was heißt es heute? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung in der Städtischen Galerie Lüdenscheid mit ihren Gemälden und Grafiken zum Bildthema Kind.

Für Künstlerinnen und Künstler war und ist es immer eine Herausforderung, sich der Darstellung von Kindern in ihrer besonderen Eigenart zu widmen. Auch für Künstler der Gegenwart ist die Kindheit ein Bildthema. Zuweilen nehmen sie das Heile-Welt-Klischee auf und kontrastieren dieses mit den Gefahren und Verwundungen, denen die Kinder in der heutigen Gesellschaft ausgeliefert sind. Damit wenden sie sich bewusst gegen das romantische Kindheitsbild, das in der Medienwelt bis heute ungebrochen fortbesteht, aber der Realität oftmals radikal widerspricht. Drei Positionen mit mehreren Arbeiten sind in der Galerie zu sehen.

Weitere, insgesamt über 60 Exponate können die Besucher bei einem Rundgang am kommenden Sonntag in den Ausstellungsräumen der Galerie und im Forum betrachten, den Dr. Carolin Krüger-Bahr begleitet. Die Auswahl erstreckt sich von Gemälden des 17. Jahrhunderts über Kinderdarstellungen Anton Graffs, Johann H. W. Tischbeins bis zu Werken von Käthe Kollwitz, Edvard Munch und Conrad Felixmüller sowie der westfälischen Malerin Ida Gerhardi aus öffentlichen und privaten Sammlungen.
Die Ausstellung wird gefördert durch das Land NRW, Ministerium für Familie, Kinder, Kultur und Sport, die Sparkasse Lüdenscheid sowie die Kunstfreunde e.V. Lüdenscheid.

Der Beitrag für die Führung beträgt 1 Euro pro Person zzgl. Eintritt.

Führung: Sonntag, 17.01.2016
Beginn: 15.00 Uhr
Beitrag: Führung 1,00 € pro Person zzgl. Eintritt
Ort: Museen der Stadt Lüdenscheid, Sauerfelder Str. 14 - 20, 58511 Lüdenscheid, Tel. 0 23 51 / 17 14 96
Öffnungszeiten: Mi - So, 11 - 18 Uhr

Lüdenscheid, 15.01.2016