"Augen auf und Tasche zu!" - Die Präventionskampagne der Polizei zum Schutz vor Taschendieben

"Augen auf und Tasche zu!"
"Augen auf und Tasche zu!"

In dem Zeitraum vom 24. bis 29. August 2015 findet eine Aktionswoche der Polizei zum Schutz vor Taschendiebstählen statt. Die Präventionskampagne trägt den Titel "Augen auf und Tasche zu!"

Überall da, wo viele Menschen zusammenkommen und Gedränge herrscht, vorzugsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Bahnhöfen, Flughäfen, in Fußgängerzonen, bei Messen oder Volksfesten, finden Taschendiebe ihre Opfer. Leider steigen die Fallzahlen auch in Nordrhein-Westfalen an und die Aufklärungsquote stagniert auf niedrigem Niveau. Diese Entwicklung ist für die Polizei Nordrhein-Westfalen alarmierend. Die Polizei geht konsequent - sowohl verdeckt als auch offen - gegen Taschendiebe vor.

Die Tricks der Taschendiebe
Die Trickdiebe gehen meist arbeitsteilig in Teams vor. Oft lenken sie die Opfer ab, indem ein Täter einen „Stau“ im Gedränge provoziert, die Opfer scheinbar unabsichtlich anrempelt oder etwa nach der Uhrzeit, dem Weg oder Ähnlichem fragt. Ein Mittäter nimmt die Geldbörse oder das Handy aus den Taschen der Opfer und verschwindet unauffällig.Auch Kunden, die in Geschäften arglos Waren betrachten, Kleidung probieren oder ihre Einkäufe erledigen, sind beliebte Opfer von Taschendieben. Jede/r kann also Opfer werden! Offen getragene Wertgegenstände und Taschen erleichtern den Dieben die Tatausführung.

Ein Taschendiebstahl kann für Sie sehr teuer werden!
Opfer von Taschendiebstählen verlieren mehr als nur ihr Geld. Ausweise und Schlüssel wieder zu beschaffen, ist sehr aufwändig und teuer. Persönliche Gegenstände und Fotos sind häufig für immer verloren. Sensible Daten und persönliche Fotos im Smartphone fallen in unbekannte Hände. Im schlimmsten Fall werden Konto und Kreditkarte leer geräumt und mit dem Personalausweis Abonnements und Käufe getätigt.

Das Konzept der Diebe: Nicht auffallen und unerkannt entkommen
Viele Taschendiebe sind professionelle Mehrfachtäter, die mit den Taten ihren Lebensunterhalt bestreiten. Oftmals gehen die Täter arbeitsteilig vor und entkommen unerkannt. Die Opfer bemerken häufig erst mit erheblichem Zeitverzug, dass sie bestohlen wurden. Deshalb ist die genaue Bestimmung des Tatortes und möglicher Täter schwierig. Beobachtungen durch das Opfer oder Zeugen sind daher selten; Täterbeschreibungen die Ausnahme. Prävention ist daher das beste Mittel gegen Taschendiebstahl.

Tipps für Bürgerinnen und Bürger zum Schutz vor Taschendieben
Schon einfache Verhaltensmaßnahmen sind geeignet, Taschendiebstahl zu verhindern. Schützen Sie sich durch gefahrenbewussten Umgang mit Ihren Wertsachen. Das Landeskriminalamt hat dazu Tipps für Bürgerinnen und Bürger zusammengestellt. Die detaillierten Präventionstipps können Sie im Download nachlesen.
Die Kommissariate für Kriminalprävention und Opferschutz Ihrer örtlichen Polizeibehörde beraten Sie gerne. Eine Übersicht finden Sie hier: Beratungsstellen der Polizei NRW
Eine Beratungsstellensuche nach Postleitzahlen und weitere Informationen zur Polizeilichen Kriminalprävention finden Sie unter www.polizei-beratung.de

Lüdenscheid, 24.08.2015

Downloads und Links zu dieser Seite

Datei/LinkFormatGrößeSonstiges
Flyer mit Präventionstipps
PDF vorlesen
pdf 813,38 Kilobyte