Tauben füttern in der Innenstadt

Fachbereichsleiter Thomas Ruschin (zweite von links) diskutiert mit Passanten
Fachbereichsleiter Thomas Ruschin (zweite von links) diskutiert mit Passanten

Auf großes Interesse stieß der Infostand der Stadt zum Thema Taubenfütterung während des Wochenmarktes am gestrigen Mittwoch. Thomas Ruschin, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice/Soziale Hilfen und Thomas Kieseier vom Fachdienst öffentliche Sicherheit und Ordnung machten mit Freecards auf das Problem aufmerksam  und diskutierten mit den Passanten.

Die Freecards wurden zur Ausgabe an die Kunden an die Wochenmarkthändler verteilt. In Kürze sollen sie auch in Geschäften in der Innenstadt ausliegen. Ziel der Aktion war es, für eine Bewusstseinsänderung bei der Bevölkerung zu werben, damit die Tauben nicht gefüttert werden.

Durch das Füttern der Tauben, brüten die Tiere auch im Winter und vermehren sich mehr als sie es normalerweise tun. Das trägt dazu bei, dass die Tauben in Lüdenscheid schon zum Stadtbild dazugehören; insbesondere bevölkern sie die öffentlichen Plätze und die Wilhelmstraße. Die Tiere werden immer aufdringlicher, um an Nahrung zu gelangen. Damit ist es beinahe unmöglich, z. B. einen Café- oder Restaurantbesuch ungestört zu genießen.

„Viele Menschen füttern die Tauben mit Brot oder ähnlichem und wollen den Vögeln damit helfen, aber das Gegenteil ist hier der Fall. Für die Tauben ist das nicht die richtige Nahrung und ist eher schädlich", sagt Thomas Kieseier. Die Tauben sollten sich ihre Nahrung auf eine möglichst natürliche Art und Weise suchen. So können sie ihren Bedarf an Vitaminen und Bewegung automatisch abdecken.

„Wenn es gelingen würde, dass Fütterungsverhalten zu ändern, bräuchte man auch nicht auf den Ordnungswidrigkeitenkatalog zurückgreifen, der bei Verstößen gegen das bestehende Fütterungsverbot ein Bußgeld von 35 € vorsieht", so Thomas Ruschin und weiter: „Davon haben wir in der Vergangenheit keinen Gebrauch gemacht und möchten das eigentlich auch in Zukunft nicht tun. Dazu brauchen wir aber die Einsicht der Betroffenen. Deshalb klären wir auf".

 

Lüdenscheid, 06.08.2015