Große Spendenbereitschaft; Annahmestelle im Rathaus

Die ersten 99 von 150 angekündigten Flüchtlingen sind heute in der Unterkunft in der ehemaligen Hermann-Gmeiner-Schule angekommen.  Sie kommen aus dem Irak, aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Russland, Georgien und Mali. Unter ihnen sind 26 Kinder.

Sie werden registriert, ärztlich untersucht, bekommen ein Taschengeld, erhalten eine Erstausstattung mit Hygieneartikeln und können danach die Unterkunft beziehen.

Nach der gestrigen Pressemitteilung erreichten die Stadt zahlreiche Anrufe, mit denen Sachspenden angeboten wurden. Ab heute können Spenden bis auf weiteres im Foyer des Rathauses in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr abgegeben werden. „Ich freue mich sehr über die positive Anteilnahme der Bevölkerung. Das ist eine praktizierte Willkommenskultur, wie man sie sich wünscht", sagt Fachbereichsleiter Thomas Ruschin. Sinnvolle Spenden sind Kleidung und Kinderspielzeug, insbesondere Bobbycars, Dreiräder und kleine Fahrräder.

Auch die von der Stadtverwaltung unter der Tel-Nr. 02351/171122 eingerichtete Auskunftsstelle wird rege genutzt.

Die Herrichtung der ehemaligen Grundschule als Notunterkunft wurde in einer gemeinsamen Anstrengung verschiedener Dienststellen der Stadt, des THW und der Johanniter Unfallhilfe rechtzeitig bis zur Ankunft der Flüchtlinge abgeschlossen. Da die zur ehemaligen Grundschule gehörige Turnhalle mit benutzt werden muss, steht sie Vereinen und anderen Einrichtungen, die sie zu Sportzwecken nutzen, über das Ende der Schulferien hinaus nicht zur Verfügung. Die Stadt ist dabei, mit den Betroffenen Ausweichmöglichkeiten abzustimmen.

Lüdenscheid, 28.07.2015