Öffentliche Sonntagsführung durch die Ausstellung "erich reusch - werke 1935-2015" am 12. Juli

Erich Reusch - Elektrostatische Objekte. Foto: Manfred Opitz

Mit Erich Reusch würdigt die Städtische Galerie Lüdenscheid in diesem Sommer einen der bedeutendsten deutschen Bildhauer und vielseitigsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Anlässlich des 90. Geburtstags des documenta-Teilnehmers, der heute in Neuenrade lebt und arbeitet, präsentiert die Galerie vom 26. Juni bis 20. September 2015 eine Auswahl seiner Arbeiten aus den Jahren 1935 bis heute. Bekannt wurde Reusch in den 1960er Jahren insbesondere durch seine neuartige Definition des skulpturalen Raumes.

Am Sonntagnachmittag bietet sich Gelegenheit, die in der Städtischen Galerie präsentierten Werke Reuschs in einem geführten Rundgang zu erleben. Er beginnt um 15:00 Uhr in den Museen der Stadt Lüdenscheid, Sauerfelder Straße 14 - 20; der Kostenbeitrag beträgt drei Euro pro Person.

Sowohl plastische Arbeiten als auch Fotografien und Malereien, die bisher selten oder gar nicht in öffentlichen Ausstellungen zu sehen waren, geben einen Eindruck vom kreativen Schaffen des vielseitigen Künstlers. Unter anderem sind einige der von Reusch in den 1960er Jahren entwickelten sog. elektrostatischen Objekte zu sehen: Mehrere, aus Acrylglas gefertigte, zylindrische Hohlformen, an deren Innenwänden schwarzes Pigment feine Spuren hinterlässt.
Die Ausstellung wird gefördert durch die Kunststiftung NRW, die Sparkasse Lüdenscheid sowie die Kunstfreunde e.V. Lüdenscheid.

Der 1925 in Lutherstadt-Wittenberg geborene Reusch arbeitete zunächst als Architekt, bevor er sich Mitte der 1960er Jahre in Düsseldorf als Bildhauer niederließ. Von 1975 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1990 hatte er an der dortigen Kunstakademie den Lehrstuhl für "Integration Bildende Kunst und Architektur" inne, seit 2010 ist Reusch Ehrenmitglied der Akademie.

Lüdenscheid, 09.07.2015