Öffentliche Führung am Sonntag

Interessierte Gäste haben am kommenden Sonntag, 11. Januar 2015, um 16 Uhr erneut die Möglichkeit, an einer Führung durch die Ausstellung „Leuven August 1914 - Die Unschuld verloren... - Krieg und Kunst" teilzunehmen. Kunsthistorikerin Dr. Carolin Krüger-Bahr führt in den Museen der Stadt Lüdenscheid, Sauerfelder Straße 14-20, in die grafischen Arbeiten, die in der Ausstellung gezeigt werden, ein. Die Kosten für die Führung betragen 1 Euro zuzüglich des zu entrichtenden Eintrittspreises.

In der Ausstellung sind den fotografischen Überlieferungen der Leuven-Katastrophe Grafiken von Künstlern des beginnenden 20. Jahrhunderts zur Seite gestellt. Den Besucher erwarten Zeichnungen, Radierungen, Lithographien und Holzschnitte von u.a. Franz Marc, Max Beckmann, Otto Dix, Erich Heckel, Käthe Kollwitz und Christian Rohlfs. Der Kriegsbeginn wurde von der Mehrzahl der Expressionisten mit großen Erwartungen begrüßt. Doch viele von ihnen mussten das Kriegsgeschehen unmittelbar an der Front miterleben oder erfuhren - wie Käthe Kollwitz - den Verlust von Familienmitgliedern schmerzlich. Es entstanden vor allem kleinformatige Arbeiten auf Papier, künstlerische Zeugnisse des erlebten Grauens und des apokalyptischen Untergangs. An einigen der ausgestellten Grafiken soll deutlich gemacht werden, welche Zerstörungen, Ängste und Hoffnungen das Denken der Menschen in den Kriegsjahren bestimmten.

Nach Informationen zum Ersten Weltkrieg wird anhand von Fotografien die Besonderheit der Ereignisse von Leuven im August 1914 gezeigt. Bekanntlich werden die Bilder von zerstörten Städten mit dem Zweiten Weltkrieg in Verbindung gebracht. Die Ereignisse von Leuven bezeugen jedoch das Gegenteil. Lüdenscheid erlebte während des Krieges keine Zerstörungen. Inwiefern die Stadt von den Geschehnissen jedoch nicht unbeeinflusst blieb, wird anhand von Basisinformationen erläutert.

Lüdenscheid, 08.01.2015