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Dr. Yvonne Harding bei Bürgermeister Dzewas

Projektleiterin der Lepra- und Tuberkulosehilfe in Sierra Leone berichtet

Lepra und Tuberkulose sind in den Industrieländern vorwiegend zurückgedrängt worden. Im afrikanischen Sierra Leone ist das nicht der Fall. Als Krankheit der Armut verbreiten sie sich besonders bei Menschen, deren Abwehrkräfte ohnehin schon geschwächt sind: durch schlechte Lebensbedingungen wie Unterernährung, mangelnde Hygiene, katastrophale Wohnverhältnisse und nicht zuletzt durch HIV beziehungsweise Aids. Dr. Yvonne Harding, die für die deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. (DAHW) in Sierra Leone tätig ist, hat am Dienstag, 15. Mai, anlässlich ihres Aufenthalts in Lüdenscheid Bürgermeister Dzewas über die Verhältnisse sowie ihre Arbeit vor Ort berichtet.

 Durch den Bürgerkrieg in Sierra Leone von 1999 bis 2002 sei die Infrastruktur des Landes zusammengebrochen und die Lebensumstände der Menschen habe sich weiter verschlechtert. „Aber der DAHW hat uns auch während des Krieges durchgehend geholfen", so Harding. Ferner habe sie bei der Arbeit mit Deutschen ausschließlich positive Erfahrungen gemacht „Hilfe zu leisten, wenn man in besseren Verhältnissen aufwächst, ist nicht selbstverständlich. Deshalb möchte ich mich bedanken, für das große Herz, das Sie uns gezeigt haben."

Nach dem Gespräch überreichte Bürgermeister Dzewas Dr. Harding einen Bildband von Lüdenscheid. Schließlich hat sie sich und die Lüdenscheider Gruppe des DAHW in das Gästebuch der Stadt Lüdenscheid eingetragen.

 Lüdenscheid, 16.05.2012

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