Geplantes Parkhaus ebenfalls Gegenstand der Diskussion
Dass die DENKFABRIK auf großes Interesse in der Bevölkerung stößt, wurde auch am vergangenen Dienstag wieder deutlich. Rund 60 Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider ließen sich auf der Bürgerinformation im Bürgerforum des Rathauses auf den neuesten Stand in Sachen DENKFABRIK bringen. Im Fokus der Veranstaltung stand der "Wettbewerb Brückenplatz", der entscheidend in den Prozess der städtebaulichen Entwicklung im Bahnhofsareal eingebunden ist.
"Der Bereich südlich der Fachhochschule ist derzeit eine Brachfläche. Das gilt es zu ändern", erklärte Giuseppina Giordano, Projektleiterin der DENKFABRIK. So soll neben einem Bahnhofsgebäude und einem neuen Parkhaus ein Platz geschaffen werden, der sich zwischen Parkhaus und Fachhochschule erstreckt und zum Aufenthalt einlädt. Von diesem Gelenkpunkt der zukünftigen DENKFABRIK aus, soll eine barrierefreie Anbindung in Form einer Brücke geschaffen werden, die über die Bahngleise zum neuen Eingang der PHÄNOMENTA führt.
Um Qualität, Zuverlässigkeit und eine große Lösungsvielfalt zu gewährleisten wurden 20 Planungsteams sowohl gesetzt, als auch ausgelost. Diese setzen sich aus Architekten, Ingenieuren und Lichtplanern zusammen. Am 24. Mai entscheidet ein Preisgericht über die verschiedenen Arbeiten.
Sorgen seitens der Bürger, dass es bezüglich der Brücke zu Kostenüberschreitungen kommen könnte, konnte Martin Bärwolf, Leiter des Fachbereichs "Planen und Bauen" der Stadt Lüdenscheid, beseitigen: "Es gibt eine Kostenvorgabe. Außerdem müssen die Teilnehmer eine Kostenschätzung einbringen. Da wir nicht an einen der Preisträger gebunden sind, lässt sich das Ganze kontrollieren."
Ebenfalls im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses stand das geplante Parkhaus, dessen Gestaltung zusätzlich Teil der Auslobung ist. Hierfür werden Ideen gesucht, deren Realisierung jedoch nicht gewährleistet werden kann, da noch kein Investor für das Gebäude feststeht. Unstrittig ist jedoch, dass es viergeschössig sein wird und nicht unterirdisch angelegt werden soll, um eine Minderung des Angstempfindens von Besucherinnen und Besuchern des Parkhauses sicher zu stellen. Das Gebäude wird sich in seiner Höhe homogen in die anderen umliegenden Bauten einfügen. Bärwolf: "Wir möchten mit dem Gebäude den Beweis antreten, dass ein Parkhaus eine angenehme Optik besitzen kann und dabei nicht teurer sein muss als andere bereits bestehende Parkhäuser."
Lüdenscheid, 22. Februar 2012



