In der heutigen Sitzung des Krisenstabes konnte Bürgermeister Dieter Dzewas eine Entspannung der Lage feststellen und dankbar resümieren, dass die Zusammenarbeit aller beteiligten Dienste seit dem vergangenen Wochenende sehr gut funktioniert hat. Die Schulen, Kitas und Jugendzentren sind wieder in Betrieb, auch wenn es noch gewisse Einschränkungen bei der Erreichbarkeit gibt. Der Wochenmarkt kann wieder stattfinden und ein Großteil des Straßennetzes ist vom Schnee geräumt. Dennoch sind weitere Aufgaben abzuarbeiten. Räumfahrzeuge und Schneefräsen sind natürlich weiter im Einsatz, auch der Abtransport des Schnees wird fortgesetzt. Dabei kann man sich jetzt auch mehr und mehr auf die Nebenstraßen konzentrieren. Da nicht alles auf einmal erledigt werden kann, bitten Stadt und STL um das Verständnis der Anwohner.
Als Schwerpunkte für den weiteren Einsatz nennt Heino Lange vom STL das Räumen an Bushaltestellen und Buswartehäuschen. Außerdem wird der STL in Zusammenarbeit mit dem Stadtentwässerungsbetrieb (SEL) angesichts des einsetzenden Tauwetters die Wassereinläufe in den Straßen freilegen. "Das ist eine sehr aufwändige und arbeitsintensive Aufgabe, weil die Einläufe zunächst von meterhohen Schneebergen befreit und anschließend die bis zu 50 Kilogramm schweren, gefrorenen Körbe von Hand herausgehoben und gereinigt werden müssen", erläutert Lange, der pro Einlauf bis zu einer Stunde und mehr Arbeitszeit ansetzt. Man will sich zunächst auf Bereiche in Senken konzentrieren. Angesichts der großen Anzahl von Wassereinläufen, kann STL nur nach Prioritäten arbeiten. Hinweise auf "große Seen" nimmt STL unter der telefonnummer 02351 / 3652-0 entgegen.
Es wird auch damit begonnen, Schulhöfe und Schulparkplätze vom Schnee zu befreien. Aufgrund der Schneehöhen und der -festigkeit wird das nur mit dem Einsatz von Radladern und anderem schweren Gerät möglich sein. Im Rahmen der einsetzbaren Kapazitäten werden diese Arbeiten ab der nächsten Woche außerhalb der Schulzeiten sukzessive durchgeführt.
Das Ordnungsamt weist nochmals auf die Pflicht zur Beseitigung von Eiszapfen an Dachrinnen hin, diese können je nach Größe und Gewicht beim Herabfallen beträchtliche Verletzungen hervorrufen, für die der Hauseigentümer dann haftet.
Wie angekündigt, bleiben sämtliche Turn- und Sporthallen bis einschließlich Sonntag gesperrt; über eine Freigabe wird am Montag in Abstimmung zwischen der Schul- und Sportverwaltung und der ZGW entschieden.
Angesichts der Lageentspannung wird der Krisenstab nicht mehr täglich, sondern ab sofort nur noch bei Bedarf zusammen kommen.
Lüdenscheid, 04.02.2010



