Über 200.000 Besucher im Jahr / Kostenreduktion steht an oberster Stelle / mit Videokamera Müll-Sündern auf der Spur / kompetenter Beratungsservice
Insgesamt 218.914 Besucherinnen und Besucher konnte der Recyclinghof des STL in diesem Jahr verzeichnen. Durchschnittlich 18.242 Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider kamen dabei in einem Monat. In Spitzenzeiten waren es sogar 1.000 Menschen am Tag, die zum Beispiel Gartenabfälle Am Fuhrpark 1 der "geordneten Entsorgung zuführten" ? wie es im Fachjargon heißt. "Bei ca. 35.000 Haushalten in Lüdenscheid ist dies eine Erfolgsbilanz, die eindeutig für das ausgeprägte Umweltbewusstsein unserer Bürgerinnen und Bürger spricht," betont Bürgermeister Dieter Dzewas. Die gute Resonanz in diesem Jahr zeige auch, dass das Leistungsangebot des STL stimme. Und dies hat auch seinen Grund: "Wir passen unser Angebot laufend den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden an", erklärt Heino Lange, stellvertretender Werkleiter des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid.
So habe man Anfang dieses Jahres die Öffnungszeiten des Recyclinghofes auf durchgehend montags bis samstags 8 bis 18 Uhr erweitert. Besucherzählungen führten dann aber dazu, dass man die Öffnungszeiten am Samstag auf 16 Uhr umstellte und damit der geringeren Nachfrage anpasste. "Kostenreduktion" lautet hierbei das Stichwort, denn wenn dieser Bürgerservice nur eingeschränkt gewünscht wird, hat man auch entsprechend weniger Ausgaben.
"Wir arbeiten immer daran, die Kosten für die Allgemeinheit möglichst gering zu halten und im besten Fall zu reduzieren", erklärt Lange. Besonders ärgerlich sei es daher, dass einige Wenige mit ihrem unsolidarischen Verhalten den Abfall nicht auf dem Recyclinghof entsorgen, sondern unerlaubter Weise irgendwo im Stadtgebiet ablegen und damit Zusatzkosten für die Allgemeinheit verursachen. "Wenn man bedenkt, dass mehr als sieben Prozent der Abfallentsorgungsgebühr für 2005 auf die Beseitigung der ?wilden Kippen? entfallen, so ist dies ein Anteil, der sich in einer Gebührensenkung wiederspiegeln könnte, wenn sich diese Wenigen korrekt verhalten würden", so der stellvertretende STL-Leiter. Rund 17 Euro jährliche Einsparungen für die Bürgerinnen und Bürger würde dies zum Beispiel bei dem meistgenutzten 120-Liter-Abfallgefäß bei 14tägiger Leerung bedeuten.
Die Aufstellung einer Video-Kamera am Worth-Rondell hat sich dabei als richtige Maßnahme gegen die Umweltsünder erwiesen. Seit Oktober fokussiert diese den Ort, an dem vorher trotz täglicher Reinigung haufenweise Abfall herumlag. Heute ist das Worth-Rondell erheblich sauberer. Dieser durchschlagende Erfolg soll sich jetzt auch auf andere Sammelstellen auswirken. Am Theodor-Schulte-Platz, an der Brüderstraße und am Frankenplatz plant der STL im Laufe des nächsten halben Jahres drei weitere Kameras aufzustellen, um Umweltsündern auf die Spur zu kommen. Und dabei ist die Unterstützung des Bürgermeisters sicher. Dzewas: "Es kann nicht sein, dass umweltbewusste Bürgerinnen und Bürger in Zeiten knapper Kassen die Rechnung für das Fehlverhalten einiger zahlen müssen." Zumal die Entsorgung des Abfalls als ?wilde Kippen? letztendlich auch ein Bumerang für die Umweltsünder selbst ist. Schließlich bekommen diese im Rahmen der Abfallentsorgungsgebühr die selbstverschuldete Erhöhung ebenfalls zu spüren.
Für Lange ist daher klar, dass der jetzt eingeschlagene Weg der richtige ist und er appelliert an die Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider den Service auf dem Recyclinghof weiterhin so ausgiebig zu nutzen: "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten nicht nur fachkundige Hilfe, sondern auch tatkräftige Unterstützung, wenn es gilt, den Abfall geordnet und umweltgerecht zu entsorgen." Ein Service, der von Umweltsündern leichtsinnigerweise ausgeschlagen wird.
Lüdenscheid, 03.01.2005
Sie möchten mehr über eine umweltgerechte Abfallentsorgung wissen? Dann klicken Sie hier: Homepage des Stadtreinigungs-, Transport und Baubetrieb Lüdenscheid - STL -


