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LichtRouten Lüdenscheid

Internationales Forum für Lichtkunst und Lichtdesign

Vom 24. September bis 3. Oktober 2010 wurde Lüdenscheid zum fünften Mal zum öffentlichen Forum für Licht in Kunst und Design. Unter dem Motto "Wunderkammern des Lichts" wurden für zehn Tage ein internationales Ausstellungsprogramm realisiert. Gezeigt wurden Inszenierungen und Interventionen, Installationen und Performances, die sich durch den reflektierten Einsatz von Kunstlicht im öffentlichen Raum auszeichnen.

Mit den LichtRouten wird seit 2002 ein Ausstellungsevent realisiert, der die gesamte Innenstadt zum Übergangsquartier von Lichtinstallationen und Projektionen macht. Mit international renommierten Künstlern wie Klaus Geldmacher, Daniel Hausig, Nan Hoover, Sania Ivekovic, Magdalena Jetelová, Kasuo Katase, Dieter Kiessling, Mischa Kuball, Francesco Mariotti, Helmut Schweizer, Roman Signer, Jan van Munster, Michel Verjux u.a. sowie interessanten jungen Kunstpositionen wie Tatsuro Bashi, Danica Dacic, Tania Gutierrez Ruiz, Helga Griffiths, Hermelinde Hergenhahn, Aurelia Mihai, Thomas Roppelt u.a. und mit – auch international – ausgezeichneten Lichtdesignern wie Belzner Holmes, Stefan Hofmann, Jürgen Meier und Uwe Knappscheider fanden die LichtRouten in der Regie von Bettina Pelz und Tom Groll in den letzten Jahren bundesweite Beachtung. Innerhalb von drei Jahren wurden sie zu einem Treffpunkt der Kunstszene, Stadtplanern, Lichtarchitekten und der Lichtindustrie, die Anerkennung in Fachkreisen ebenso genießen wie die des breiten Publikums.

Die LichtRouten bedeuten nicht notwendig viel Licht in der Stadt, sondern sind eher ein außerordentlicher Moment, in dem eine öffentliche Erfahrung und Auseinandersetzung mit dem Material und Phänomen Licht stattfindet. Es handelt sich nicht um ein opulentes Lichtspektakel, sondern eher um Lichtereignisfelder in der Stadt – z.T. im Außenraum und z.T. in Innenräumen. Kennzeichend für die LichtRouten ist eine professionelle Verzahnung von qualitativ hochwertigen und anspruchsvollen Lichtinstallationen und Performances ebenso wie von Veranstaltungen und Partizipationsangeboten für breite Zielgruppen.

Fünf Mal in zehn Jahren "Stadt des Lichts"

Wechselnde thematische Schwerpunkte ermöglichen es Künstlern und Gästen, den Stadt(innen)raum aus immer anderen Perspektiven wahrzunehmen:

2002 gab es geschwärzte Baucontainer, die als Fremdkörper, die Wahrnehmungs- und Bewegungsroutinen störten.

2003 waren es Unorte und versteckte Orte, Leerstände in der Stadt, die aus der Wahrnehmung gestrichen worden waren, u.a. zwei verwaiste Privathäuser, das alte Stadtgefängnis und ein vergessener Bunker.

2004 sind es "LichtBiotope" gewesen, die das Erscheinungsbild Lüdenscheids vom 17.9. bis zum 3.10. verändert haben.

In 2006 haben die LichtRouten zwischen dem 22.9. und 1.10. eine "Architektur der Erinnerung" wach gerufen. 

2010 präsentierten die LichtRouten zwischen dem 24.9. und 3.10. "Wunderkammern" und referierten mit den Installationsorten auf die Zeit der Industrialisierung im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, dessen Architektur das Stadtgesicht Lüdenscheids entscheidend prägte.  

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